Die Nase – mehr als nur ein Riechorgan

Die Nase

Die Nase ist mehr als nur ein Riechorgan

Der Begriff Nase stammt im Wortursprung aus dem Lateinischen „nasus“ und dem Griechischen „rhis“. Sie ist eines von vielen Organen bei Wirbeltieren und liegt beim Menschen stets im Zentrum des Gesichts.

Oftmals ist sie ein markantes Merkmal einer Person. Rein funktionell betrachtet zählt die Nase zu den oberen Atemwegen. Ihr obliegen entscheidende Funktionen der Geruchswahrnehmung, sowie der Atmung.

Bestandteile sind die äußere und die innere Nase, die Nasennebenhöhlen und Leitungsbahnen.

Äußere Nase (Nasus externus)

Knorpel ist der Hauptbestandteil der äußeren Nase, einer davon ist der feste Knorpel. Hierzu zählen Oberkieferfortsätze und das Nasenbein. Dreiecksknorpel bilden als Grundlage der Nasenscheidewand ebenso einen wichtigen Bestandteil des Riechorgans. Sie zählen zum flexiblen Knorpel.

Besonders die Beweglichkeit der Nase ist äußerst wichtig, da sie kleine Stöße, etwa beim Schnäuzen oder beim Küssen abhalten können muss.

Über den Knorpeln, dem Stützgerüst, liegt ein sogenannter Weichteilmantel. Er besteht aus Haut und Muskulatur. Nasenhaut kann, je nach Mensch, völlig unterschiedlich beschaffen sein und in einigen Nasenabschnitten verschiedene Dicken aufweisen.

Innere Nase (Nasus internus)

Die innere Nase wird durch eine Atemwegsschleimhaut der besonderen Art ausgekleidet. Das Septum (Nasenscheidewand) ist größtenteils ebenso aus Knorpel und Knochen aufgebaut und dient als Stütze.

Durch sie wird die Form markant beeinflusst. Doch die Nasenscheidewand gibt nicht nur die Richtung Ihres Sinnesorganes vor. Nein, sie unterteilt zudem die innere Nase in eine linke und rechte Nasenhaupthöhle.

An der Schädelbasis liegen die für uns so wichtigen Riechfasern. Durch sie wird eine differenzierte Geschmackswahrnehmung überhaupt erst möglich.

Leitungsbahnen

Die arterielle Versorgung der Nasenhöhle wird mittels Arterien wie der Arteria sphenopalatina und der Arteriae ethmoidales gewährleistet.

Zur äußeren Nase gelangt arterielles Blut aus der Arteria dorsalis nasi und der Arteria nasalis lateralis. Die Nasenschleimhaut wird mittels Nerven versorgt.

Die wichtigsten hierfür sind der Nervus maxillaris und der Nervus ophthalmicus (beide gehören zum Nervus trigeminus). Vor allem für die Weiterleitung des Geruchs sind Riechbahnen unerlässlich.

Die Nasennebenhöhlen

Die Nasennebenhöhlen gehören anatomisch gesehen zu der inneren Nase und gelten demnach auch als Atmungsapparat.

Die Nasennebenhöhlen werden fachlich exakt als Hohlräume im Gesichtsknochen beschrieben. Diese können, je nach Ausprägung, besonders weit in den Schädelknochen hineinragen. Gemeinsam mit der Nasenhöhle stellen die Nebenhöhlen eine funktionelle Einheit dar.

Der Mensch hat eine Stirnhöhle, eine Kieferhöhle, Siebbeinzellen und die Keilbeinhöhle. Die Aufgaben der Nasennebenhöhlen sind vielfältig.

Zum einen reduzieren sie das Schädelgewicht durch die Hohlraumbildung und dem gesparten Knochenmaterial. Weiterhin sorgen sie mit dem Anschluss an die Nasenhöhle für eine entsprechende Einstellung der Atemluft.

Funktionen der Nase

Die primären Funktionen der Nase sind das Ein- und Ausatmen der Luft. Kältere Luft wird zunächst leicht angefeuchtet und zudem erwärmt.

Nasenhaare und Flimmerhärchen wirken zudem wie ein Filter, denn Fremdpartikel werden in ihnen abgefangen. Das Riechen ist eine weitere und bedeutsame Aufgabe. Wie schon zuvor erwähnt, ermöglicht die Riechschleimhaut den Geruchssinn.

Doch auch bei der Stimmbildung leistet das Riechorgan Großes, denn hier entscheidet sich auch, mit welcher Tonhöhe Sie sprechen. Wohl jedem ist der meist unangenehme nasale Ton bekannt, wenn man erkältet und die Nase nahezu verstopft ist.

Erkrankungen der Nase

Wie bei jedem anderen Körperteil auch, so kann auch die Nase auf vielfältige Art erkranken. Nasenbluten und Schnupfen sind die wohl häufigsten Krankheiten. Kleine Gefäßverletzungen oder eine ausgetrocknete Nasenschleimhaut können Ursachen für das Bluten sein.

Schnupfen wird oftmals von Rhinoviren oder Adenoviren hervorgerufen und geht in den meisten Fällen von allein wieder weg.

Hartnäckiger ist eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), welche sich aus einem Schnupfen durch Bakterien entwickeln kann. Weitere Erkrankungen können eine Verengung der Nasenscheidewand (Septumdeviation) oder Polypen sein.

Diagnostische Verfahren

Um den Zustand und die Funktion der Nase feststellen zu können, gibt es in der modernen Medizin eine Vielzahl von Methoden.

Hierzu zählen der Riechtest (Olfaktometrie), Kontakt-Endoskopie, Rhinoskopie (Untersuchung mit Nasenspekulum), Saccharin-Clearance-Test (Messung zur Beweglichkeit der Flimmerhärchen) oder Zytologie.

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